UNESCO erklärt Dolomiten zum Weltnaturerbe
Ihre Aufnahme in die Liste des Welterbes verdanken die Dolomiten vor allem ihrer geologischen Entstehungsgeschichte, die einzigartig in den Alpen ist: Vor 2,5 Millionen Jahren bildeten sie ein riesiges Korallenriff im Urmeer Tethys. Heute wechseln sich die schroffen Felstürme der „Bleichen Berge“ ab mit tiefen Tälern und sanften Hügeln. Die Dichte geologischer Zeugnisse der Erdgeschichte in einem einfach zugänglichen Raum macht die Dolomiten zu einem idealen Forschungs- und Lehrgebiet. Ein weiteres Auswahlkriterium war die außergewöhnliche Schönheit der Landschaft: Die Topografie der Region ist geprägt von einer bemerkenswerten Konzentration spektakulärer Bergmassive. Das dramatische Farbspiel bei Sonnenauf- und -untergang des Rosengarten-Massivs in Südtirol ist unvergesslich und ein eindrucksvolles Beispiel des Naturschauspiels Dolomiten. Positiv wirkte sich auch die große Anzahl bereits bestehender Schutzgebiete aus. Neun Berggruppen der Dolomiten sind ab heute Weltnaturerbe, sechs davon liegen in Südtirol: die Naturparke Sextner Dolomiten, Fanes-Sennes-Prags, Puez- Geisler sowie Schlern-Rosengarten mit angegliedertem Latemar und die Bletterbachschlucht. Die Liste des Welterbekomitees umfasste bisher 878 Kultur- und Naturstätten in 145 Ländern, davon mehr als 60 Schutzgebiete in Gebirgen. In den Alpen waren bislang nur zwei Gebiete als Weltnaturerbe gelistet: das Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn sowie Monte San Giorgio, beide in der Schweiz.












